Diskussion: Digitale Souveränität im Intranet- und Kollaborationsökosystem

Diskussion: Digitale Souveränität im Intranet- und Kollaborationsökosystem
Mitschnitt-Länge: 35 Minuten
Mitschrift verfügbar
Digitale Souveränität in Intranet-Ökosystemen: Risiken unkontrollierter Daten und KI-Integration analysiert. Entscheidungsmodelle vorgestellt.

Im Rahmen des Shift/Work Digital Work FORUM 2026 diskutieren Harald Schirmer und Felix Schröder die komplexen Anforderungen digitaler Souveränität in Intranet- und Kollaborationsökosystemen. Die Diskussion bietet eine tiefgehende Analyse der Herausforderungen, die durch unkontrollierte Datenhaltung und die Integration von KI in Unternehmensumgebungen entstehen. Schirmer und Schröder beleuchten die Notwendigkeit bewusster Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen, von der Plattformwahl bis zur Dateninfrastruktur, und betonen die Bedeutung von Awareness und kulturellem Wandel als zentrale Hebel für digitale Souveränität.

Die Diskussion hebt hervor, dass digitale Souveränität durch fundierte Entscheidungen über Plattformen, Datenmanagement und KI-Nutzung erreicht werden kann. Schirmer stellt ein Modell mit fünf Ebenen vor, das von Apps und User Interfaces bis zur Infrastrukturebene reicht und Entscheidungsspielräume bietet. Schröder ergänzt dies durch seine Erfahrungen mit der Analyse unstrukturierter Daten und betont die Risiken ungeschützter Datenbestände. Beide Experten diskutieren die Herausforderungen der KI-Integration, wobei lokale KI-Modelle als sichere Alternative zu Cloud-Lösungen genannt werden. Die Diskussion schließt mit der Erkenntnis, dass Unternehmen ihre Mitarbeitenden befähigen müssen, Risiken zu erkennen und informierte Entscheidungen zu treffen, um die Vorteile digitaler Arbeitsplätze zu nutzen, ohne die Kontrolle über kritische Daten zu verlieren.

Digitale Souveränität bedeutet, dass wir bewusst mit einer gebildeten Entscheidung und Analyse im Vordergrund mit Technologien umgehen. Es geht nicht darum, Big Tech zu verteufeln, sondern um die bewusste Nutzung. – Harald Schirmer

Viele Unternehmen sind sich nicht bewusst, was sie bereits preisgeben. 80 bis 90 Prozent der Daten sind in kollaborativen Bereichen und enthalten oft kritische Informationen, die leicht zu Sicherheitsrisiken führen können. – Felix Schröder

Wir müssen uns bewusst sein, mit welchen Daten wir welches Risiko eingehen. Es gibt keine einfachen Lösungen mehr, sondern wir müssen lernen, wann wir welche Technologien sinnvoll einsetzen. – Björn Negelmann

  • Digitale Souveränität erfordert bewusste Entscheidungen auf mehreren Ebenen, von Plattformen bis zur Infrastruktur.
  • 80-90% der Unternehmensdaten sind unstrukturierte Daten, die oft unkontrolliert in Kollaborationssystemen liegen.
  • KI kann nur dann effektiv genutzt werden, wenn sie auf geschützte und relevante Unternehmensdaten zugreifen kann.
  • Lokale KI-Modelle bieten eine Alternative zu Cloud-basierten Lösungen, um Datenkontrolle und Sicherheit zu gewährleisten.
  • Awareness und kulturelle Veränderungen sind entscheidend, um Mitarbeiter für digitale Risiken und souveränes Handeln zu sensibilisieren.

Digitale Souveränität im Kontext von Intranet- und Kollaborationsökosystemen ist für Großunternehmen von strategischer Bedeutung, da sie die Kontrolle über Daten und Technologien in einer zunehmend vernetzten Welt sicherstellen muss. Die Diskussion offenbart ein Spannungsfeld zwischen der Nutzung von Big-Tech-Plattformen und der Notwendigkeit, unabhängige Entscheidungen über Datenmanagement und KI-Integration zu treffen. Ein blinder Fleck liegt in der unkontrollierten Speicherung unstrukturierter Daten, die erhebliche Sicherheitsrisiken bergen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen Innovation und Abhängigkeit zu finden, während kulturelle und technische Barrieren überwunden werden müssen. Die Integration von KI in Arbeitsprozesse wirft zudem Zielkonflikte auf, da der Mehrwert von KI nur durch den Zugriff auf geschützte Daten realisiert werden kann, was jedoch das Risiko von Datenabflüssen erhöht.

Der Beitrag fordert Unternehmen auf, bewusste Entscheidungen über Plattformen und Technologien zu treffen, um digitale Souveränität zu erreichen. Lokale KI-Modelle bieten eine technische Alternative, die Datenkontrolle ermöglicht und gleichzeitig die Vorteile von KI nutzt. Die Diskussion verschiebt die Perspektive von einer reinen Technologiefrage hin zu einem kulturellen Wandel, der Mitarbeitende befähigt, Risiken zu erkennen und informierte Entscheidungen zu treffen. Unternehmen müssen strategische Ziele mit operativer Praxis in Einklang bringen und kulturelle Veränderungen vorantreiben, um die Komplexität der digitalen Welt zu meistern. Die kontinuierliche Sensibilisierung und das Erlernen neuer Kompetenzen sind entscheidend, um die Vorteile digitaler Arbeitsplätze zu nutzen, ohne die Kontrolle über kritische Daten zu verlieren.

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