Microsoft Teams und jetzt?

#iomtalk 020

Microsoft Teams und jetzt?
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Diskutiert wird, wie die Microsoft Power Platform Arbeitsprozesse in mittelständischen Unternehmen digitalisiert und automatisiert.

In einem Interview im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 diskutieren Sabrina Dür und Michael Stingel von Adlon Intelligent Solutions die Weiterentwicklung des digitalen Arbeitsplatzes mit besonderem Fokus auf die Microsoft Power Platform. Der Beitrag richtet sich an Verantwortliche für den Digital Workplace und Prozessautomatisierung in mittelständischen Unternehmen. Er bietet eine praxisnahe Perspektive darauf, wie die Power Platform genutzt werden kann, um Arbeitsprozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. Die Diskussion beleuchtet die notwendigen kulturellen und Governance-Rahmenbedingungen und zeigt auf, wie die Integration in bestehende Microsoft-365-Umgebungen gelingen kann.


Zentrale Erkenntnisse des Interviews sind, dass die Microsoft Power Platform es Fachabteilungen ermöglicht, individuelle Lösungen mit weniger Aufwand zu erstellen. Die Plattform umfasst Power Apps, Power Automate, Power BI und Power Virtual Agents, die es den Nutzern erlauben, ohne tiefgehende IT-Kenntnisse Prozesse zu automatisieren. Eine erfolgreiche Einführung erfordert klare Governance-Richtlinien und die Unterstützung durch das Management, um die kulturellen Freiräume sinnvoll zu nutzen. Die Integration der Unternehmensdaten in die Microsoft-365-Umgebung wird als entscheidend für die effiziente Nutzung der Power Platform angesehen. Die Gesprächspartner betonen die Bedeutung von Veränderungsmanagement und kontinuierlicher Kommunikation, um die Akzeptanz und den Erfolg der digitalen Transformation zu sichern.

Die Digitalisierung ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine kulturelle Herausforderung. – Sabrina Dür


Die Power Platform ermöglicht es, Prozesse individuell und effizient zu gestalten, was früher nur mit hohem Aufwand möglich war. – Michael Stingel


Fachbereiche sollten die treibende Kraft bei der digitalen Transformation sein, nicht nur die IT-Abteilung. – Sabrina Dür

  • Die Microsoft Power Platform ermöglicht es, individuelle Lösungen für Fachabteilungen mit weniger Aufwand zu erstellen.
  • Prozessautomatisierung sollte eng mit den Fachabteilungen abgestimmt werden, um individuelle Anforderungen zu berücksichtigen.
  • Eine erfolgreiche Einführung digitaler Tools erfordert klare Governance-Richtlinien und eine unterstützende Unternehmenskultur.
  • Die Integration von Daten und Prozessen in die Microsoft 365-Umgebung ist ein entscheidender Schritt für die Nutzung der Power Platform.
  • Kulturelle Transformation ist essenziell, um die Freiräume und Potenziale des digitalen Arbeitsplatzes voll auszuschöpfen.

Die Diskussion um die Microsoft Power Platform im digitalen Arbeitsplatz offenbart zentrale Herausforderungen und Chancen für mittelständische Unternehmen. Im Fokus steht die strategische Relevanz der Prozessautomatisierung und die kulturelle Transformation, die damit einhergeht. Die Plattform ermöglicht es Fachabteilungen, eigenständig digitale Lösungen zu entwickeln, was eine Verschiebung der Verantwortlichkeiten von der IT hin zu den Fachbereichen impliziert. Diese Dezentralisierung birgt jedoch das Risiko einer unkontrollierten Schatten-IT, wenn klare Governance-Richtlinien fehlen. Der Beitrag thematisiert die Notwendigkeit, kulturelle Barrieren zu überwinden und die Akzeptanz neuer Technologien durch inspirierende Visionen und kontinuierliche Kommunikation zu fördern. Ein blinder Fleck bleibt die oft fehlende Integration der Unternehmensdaten in die Microsoft-365-Umgebung, die jedoch essenziell für die effiziente Nutzung der Power Platform ist.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des digitalen Arbeitsplatzes, indem er konkrete Prinzipien und Empfehlungen zur Prozessautomatisierung und kulturellen Transformation aufzeigt. Er fordert die Zielgruppe auf, die Freiräume der Power Platform verantwortungsvoll zu nutzen und die kulturellen Rahmenbedingungen aktiv zu gestalten. Die Integration technischer Lösungen in bestehende Strukturen muss mit einer klaren Vision und einem strukturierten Veränderungsmanagement einhergehen, um die Potenziale voll auszuschöpfen. Die Perspektive verschiebt sich von einer rein technischen Implementierung hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, der operative Praxis, strategische Ziele und kulturellen Wandel miteinander verknüpft. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen, um nachhaltige und effiziente Lösungen zu entwickeln, die den digitalen Arbeitsplatz zukunftsfähig machen.

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