Designing a great employee experience in the context of hybrid working

Designing a great employee experience in the context of hybrid working
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Wie hybride Arbeitsmodelle die Employee Experience prägen und welche Faktoren für Engagement, Wohlbefinden und Retention entscheidend sind.

Belinda Gannaway adressiert die Gestaltung von Employee Experience im Kontext hybrider Arbeitsmodelle und legt dabei den Fokus auf die spezifischen Herausforderungen und Anforderungen internationaler Wissensunternehmen. Im Zentrum steht die Frage, wie Employee Experience organisationsspezifisch definiert, gestaltet und iterativ verbessert werden kann, um Mitarbeiterbindung, Produktivität und Wohlbefinden zu fördern. Der Beitrag nutzt einen evidenzbasierten, human-centered Design-Ansatz und bezieht sich auf aktuelle Studien sowie eigene Praxiserfahrungen aus Transformationsprojekten. Besonderes Augenmerk gilt der Differenzierung zwischen objektiven und subjektiven Elementen der Employee Experience sowie der Notwendigkeit, hybride Arbeitsmodelle präzise zu definieren und organisationale Rahmenbedingungen zu schaffen, die eigenständige Entwicklung passender Arbeitsweisen ermöglichen.

Im Vortrag werden zentrale Einflussfaktoren wie Teamkultur, Werte, Arbeitskontext und Mitarbeitendenerwartungen herausgearbeitet. Modelle wie das „MAGIC A“-Framework und die Unterscheidung von Hygiene-, Lifecycle- und Everyday Experience strukturieren die Analyse. Typische Fallstricke wie Proximity Bias, mangelnde Sichtbarkeit und Defizite bei Wertschätzung werden adressiert. Die Rolle der Führungskräfte verschiebt sich von reiner Koordination hin zur aktiven Gestaltung von Erfahrung und Kultur, was gezieltes Upskilling und Output-Orientierung erfordert. Human-centered Design und kontinuierliches Experimentieren bilden die methodische Grundlage, ergänzt durch Tools wie den Hybrid Team Canvas. Die Messung von Employee Experience erfolgt sowohl quantitativ als auch qualitativ, wobei die Entwicklung der Kennzahlen im Zeitverlauf im Vordergrund steht. Abschließend empfiehlt Gannaway, Employee Experience als organisationsweites Gestaltungsfeld zu begreifen, explizite Vereinbarungen zu Arbeitsweisen und Ritualen zu treffen und Führungskräfte in ihrer Rolle als Kultur- und Experience-Gestalter zu stärken.

Hybrid funktioniert nur, wenn Teams innerhalb eines klaren organisatorischen Rahmens eigenverantwortlich definieren, wie sie am produktivsten und gesündesten zusammenarbeiten. – Belinda Gannaway

Die größten Risiken im hybriden Arbeiten entstehen, wenn wir psychologische Sicherheit und Teamkultur nicht aktiv gestalten – das lässt sich nicht an HR delegieren. – Belinda Gannaway

Manager müssen weg von der Kontrolle von Zeit und Anwesenheit und hin zu einer konsequent outputorientierten Führung – sonst verlieren sie Engagement und Talente. – Belinda Gannaway

  • Employee Experience umfasst sowohl objektive als auch subjektive Erlebnisse und muss organisationsspezifisch klar definiert werden.

  • Hybride Arbeitsmodelle erfordern ein organisationales Rahmenwerk, innerhalb dessen Teams eigenständig passende Arbeitsweisen entwickeln.
  • Psychologische Sicherheit, Wertschätzung, Wachstum, Verbindung und Autonomie sind zentrale Treiber für eine gelungene Employee Experience im hybriden Kontext.
  • Manager müssen gezielt für hybride Führung upgeskillt werden, um Autonomie und Output-Fokus zu ermöglichen und Proximity Bias zu vermeiden.
  • Iteratives Vorgehen und kontinuierliches Experimentieren sind entscheidend, um hybride Arbeitsmodelle erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.

Employee Experience im hybriden Arbeitskontext ist ein strategisches Steuerungsfeld, das weit über HR-Prozesse hinausgeht. Die Diskussion macht sichtbar, wie klassische Denkfehler – etwa die Reduktion von Employee Experience auf Benefits oder Tools – die eigentlichen Hebel für Bindung, Produktivität und Wohlbefinden verstellen. Im Zentrum steht der Zielkonflikt zwischen organisationaler Steuerbarkeit und individueller Wahrnehmung: Während Unternehmen nach klaren Rahmen und Messbarkeit streben, bleibt Employee Experience immer auch subjektiv und kontextabhängig. Die Gefahr der Verantwortungsverschiebung – Führungskräfte delegieren Experience-Themen an HR oder Technologie, statt sie als Teil ihrer eigenen Führungsaufgabe zu begreifen – wird ebenso adressiert wie die Barrieren durch Proximity Bias und starre Strukturen. Transformation gelingt nur, wenn hybride Modelle nicht als technisches Rollout, sondern als kulturelle Neuausrichtung verstanden werden, die psychologische Sicherheit, Zugehörigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten systematisch integriert.

Für die operative und strategische Praxis fordert der Beitrag, Employee Experience als organisationsweites Gestaltungsfeld zu etablieren und Führungskräfte gezielt für hybride Führung zu qualifizieren. Human-centered Design, kontinuierliches Experimentieren und partizipative Entwicklung werden als zentrale Prinzipien herausgearbeitet. Exemplarisch verschiebt der Ansatz die Perspektive von der reinen Prozessoptimierung hin zur bewussten Gestaltung von „Moments that matter“ und der aktiven Einbindung aller Persönlichkeitstypen. Die Zielgruppe erhält konkrete Handlungsoptionen, um Rahmenbedingungen, Teamnormen und Feedbackzyklen iterativ zu entwickeln und so die typischen Fallstricke hybrider Arbeit – Isolation, mangelnde Sichtbarkeit, Rückfall in Mikromanagement – zu vermeiden. Damit leistet der Beitrag einen substanziellen Impuls für den kulturellen Wandel in wissensbasierten Organisationen und verankert Employee Experience als Führungsaufgabe mit direktem Business Impact.

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