Belinda Gannaway adressiert die Gestaltung von Employee Experience im Kontext hybrider Arbeitsmodelle und legt dabei den Fokus auf die spezifischen Herausforderungen und Anforderungen internationaler Wissensunternehmen. Im Zentrum steht die Frage, wie Employee Experience organisationsspezifisch definiert, gestaltet und iterativ verbessert werden kann, um Mitarbeiterbindung, Produktivität und Wohlbefinden zu fördern. Der Beitrag nutzt einen evidenzbasierten, human-centered Design-Ansatz und bezieht sich auf aktuelle Studien sowie eigene Praxiserfahrungen aus Transformationsprojekten. Besonderes Augenmerk gilt der Differenzierung zwischen objektiven und subjektiven Elementen der Employee Experience sowie der Notwendigkeit, hybride Arbeitsmodelle präzise zu definieren und organisationale Rahmenbedingungen zu schaffen, die eigenständige Entwicklung passender Arbeitsweisen ermöglichen.
Im Vortrag werden zentrale Einflussfaktoren wie Teamkultur, Werte, Arbeitskontext und Mitarbeitendenerwartungen herausgearbeitet. Modelle wie das „MAGIC A“-Framework und die Unterscheidung von Hygiene-, Lifecycle- und Everyday Experience strukturieren die Analyse. Typische Fallstricke wie Proximity Bias, mangelnde Sichtbarkeit und Defizite bei Wertschätzung werden adressiert. Die Rolle der Führungskräfte verschiebt sich von reiner Koordination hin zur aktiven Gestaltung von Erfahrung und Kultur, was gezieltes Upskilling und Output-Orientierung erfordert. Human-centered Design und kontinuierliches Experimentieren bilden die methodische Grundlage, ergänzt durch Tools wie den Hybrid Team Canvas. Die Messung von Employee Experience erfolgt sowohl quantitativ als auch qualitativ, wobei die Entwicklung der Kennzahlen im Zeitverlauf im Vordergrund steht. Abschließend empfiehlt Gannaway, Employee Experience als organisationsweites Gestaltungsfeld zu begreifen, explizite Vereinbarungen zu Arbeitsweisen und Ritualen zu treffen und Führungskräfte in ihrer Rolle als Kultur- und Experience-Gestalter zu stärken.
