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#cebiteda17 Was Augenhöhe mit Schnelligkeit und Flexibilität der Organisation zu tun hat, weiß Silke Luinstra.

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"Goodbye Hierarchy, Hello My Dear FutureOrg? Zukunft der Organisationsmodelle im digitalen Zeitalter" lautet der Titel einer Diskussionsrunde am 21.03.17, bei der Silke Luinstra mit Sicherheit ihre reichhaltige Erfahrung auch aus all den Aktivitäten rund um den Film Augenhöhe einbringen kann. Silke Luinstra sieht sich heute als Organisationsinnovatorin, die nach ihrer Karriere als Organisationsentwicklerin in einem Dax-Konzern heute selber Unternehmerin, Rednerin und Impulsgeberin für die moderne Arbeitswelt ist.Die gelernte Diplomkauffrau ist eine der führenden Köpfe der „New Work“ Szene. Mit ihrem Know-How und ihrer Kompetenz inspiriert sie Menschen zu Innovationen in ihren Organisationen. Silke Luinstra ist Initiatorin der Filme AUGENHÖHE und AUGENHÖHEwege, für die sie 2015 den Sonderpreis der Deutschen Personalwirtschaft erhielt sowie zweimal für den New Work Award nominiert war.

Welche drei Schlagworte bringen Sie zur #cebiteda17 mit?

#Dynamik #Verantwortung #Lebendigkeit

Auf Ihrer Internetseite erklären Sie die Zeit reif für ein neues Paradigma in der Arbeitswelt, da das alte Denken sowohl menschlich als auch ökonomisch nicht mehr funktioniere. Kurz auf den Punkt gebracht: wie lautet das neue Paradigma?

Die (Wirtschafts-)welt ist heute komplex, dynamisch, schnell und voller Überraschungen. Was heute klug scheint, muss es morgen schon nicht mehr sein. Das erfordert eine Ausrichtung der Organisation auf diese Dynamik. Der Abbau formaler Hierarchie, die mit dieser Dynamik schlecht zurechtkommt, ist ein Aspekt davon.

Menschen haben andere Werte und Lebensziele und nicht zuletzt eine andere Bildung als vor 100 Jahren. Es reicht Vielen nicht zu tun, was ihnen gesagt wird, sie wollen sich wirklich einbringen, Probleme der Kunden verstehen und Lösungen erarbeiten  – wenn sie das nicht in formalistischen und vorgabeorientierten Systemen verlernt haben.

Der Film Augenhöhe, an dem Sie beteiligt waren, machte in der „Social-Media-Szene“ in Windeseile die Runde. Allerdings treffen wir hier primär auf Netzwerkende, denen Paradigmenwechsel eher kein Unbehagen auslösen. Wie aber schaut dies in Unternehmen aus, wenn Organisationsebenen um ihre „Position“ fürchten?

Es gibt in allen Organisationen Menschen, die einen Paradigmenwechsel für notwendig halten, in ganz großen und alten Unternehmen genauso wie in kleineren oder jüngeren. Diese Menschen sitzen an unterschiedlichen Stellen in der bisher herrschenden formalen Hierarchie, weshalb ihr Wirkungsgrad sehr unterschiedlich ist. Es sind oft genau die von Ihnen angesprochenen Befürchtungen, die eine größere Wirkung bremsen.

Ich glaube, wir tun gut daran, diese Ängste und Befürchtungen ernst zu nehmen und sie zu integrieren. Ohne dies werden keine nachhaltigen Veränderungen gelingen, die aber angesichts der hohen Dynamik in der Umwelt immer notwendiger werden. An dieser Stelle braucht es neben dem ökonomischen Blick auch einen auf die Psychologie: Woraus bezieht jemand seine Kraft? Worauf gründet er seine Identität?

Wir werden da hinschauen müssen, sonst werden ökonomisch notwendige und rational für Viele nachvollziehbare Entwicklungen unbewusst blockiert. Die Kraft, die entsteht, wenn dies gelingt, habe ich in einigen Organisationen erleben dürfen.

Das Stichwort „Augenhöhe“ wird gelegentlich als Synonym für Hierarchieabbau diskutiert. In welchen Arbeits- und Organisationsbereichen geht es noch um „Augenhöhe“?

„Augenhöhe“ ist für mich eine Metapher für moderne, menschliche und ökonomisch erfolgreiche Unternehmensführung. Es ist nichts, das man einführen oder irgendwo vorfinden könnte. Abbau formaler Hierarchie scheint mir ein notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung.

Dabei geht es keinesfalls nur darum, dass Menschen selbstbestimmter arbeiten könnten, sondern vor allem darum, in der Organisation die Schnelligkeit und Flexibilität zu ermöglichen, die in heutigen Märkten notwendig ist.

Welche Erwartungen haben Sie an die #cebiteda17?

Ich freue mich auf lebendige Diskussionen mit ganz unterschiedlichen Menschen.

Frau Luinstra, vielen Dank.

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