
Das gebetsmühlenartige Wiederholen diverser Kombinationen wie "E 2.0/Social Business/Digitaler Arbeitsplatz/Digitale Transformation... ist mehr als Technik" wurde uns wohl zu oft entgegen geschleudert. Dieses mehr als lässt sich nur allzu flüssig mit Kultur, Change und weiteren eleganten Begriffen füllen. Damit landen wir zwar im Kern der Problematik mit der höchsten Priorität auf jeder ToDo-Liste, bleiben aber dann doch die Antwort schuldig auf die Frage: wie schaut die Architektur des Digitalen Arbeitsplatzes aus? Was ist die beste Einstiegsvariante für die Nutzenden?
So richtig festlegen will sich wohl heute, wenngleich Favoriten genannt werden, noch niemand, und da scheint selbst bei der Fokussierung auf Technik (immerhin die TechEdition des IOM Summit) dann doch ein Ausbüchsen in Mehr-als-Terminologie charmant. Aber nicht unbedingt zielführend, meinte nicht nur ich:
Verlassen wir nun aber die große Runde und schauen hinein in die Keynotes, Praxis-Berichte und Workshops, dann sahen wir "Lösungsansätze" von Office 365 bis hin zu Slack, und die Kommentare auf Twitter, in dieser Storify zusammengefasst, dokumentieren sehr gut Tagesverlauf und Inhalte, auch dank reichhaltiger kommentierter Fotos vieler Folien. Projektberichte anderer sind immer eine Quelle für Gedankenanstöße, welch technologische Schrauben denn noch zu drehen sein könnten oder gar ausgetauscht werden sollten. Bemerkenswert und damit wertvoll waren aber insbesondere die Ansätze, bevor es ans Schrauben geht, was zum Beispiel Tobias Kißler, Schaeffler Gruppe, so auf den Punkt brachte: Wir müssten uns als IT näher heranbringen an die Endanwender, denn die IT könne (und solle) nur das machen, was man vorher erfragt habe. Beim Endanwender, was er oder sie denn überhaupt wolle. Ob Bernd Gewehr von Vössing oder Ernst Décsey von Unicef - die Entwicklung, den Digital Workplace zu gestalten, setzt nicht im ersten Schritt bei der Software alleine auf, sondern bei "Gewohnheiten" des persönlichen Alltags (Bernd Gewehr, der das private Konversationsverhalten zu übertragen sucht) oder Userbefragungen, eben nicht einmalig, sondern konsequent im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Ernst). Man gehe weg von der Bevormundung durch die Vorgabe von Tools, die nichts anderes sei als die negativste Form für Best Practice Angebote - dieser Trend, um es heute noch so vorsichtig zu formulieren, war auf der TechEdition deutlich zu spüren. Und wenn wir an die Einleitung andocken, die Kultur und den Change, dann war mein großes Lessons Learned dieser TechEdition des IOM Summit die Idee der Humanisierung der IT. Und dass dies funktioniert und erfolgsträchtiger ist, dafür traten Vortragende den Beweis an. Und vielleicht wird gerade diese Idee die Frage nach der "besten" Architektur beantworten.Kommt, Leute, hier ist #tech Edition, Kulturfragen klären wir wieder im September! #ioms17pic.twitter.com/d3GY4Um4Ar
— Bernd Gewehr (@bgewehr) May 3, 2017
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