
Das Themenfeld der Etablierung neuer Formen der Zusammenarbeit und digitalen Transformation im Unternehmen ist durchaus weit gesteckt. Technologische Aspekte sind dabei ein wichtiger Enabler, aber mit unter nicht der problematische Aspekt, der für die Initiativen in diesem Themenfeld zu lösen ist. Und so ist es denn auch klar, warum das Programm des IOM SUMMIT über die Jahre immer weniger technologische, aber dafür mehr organisatorische und kulturelle Fragestellungen adressiert hat. Nun entwickeln sich aber die Technologien derzeit gerade in großen Schritten weiter, so dass wir schon beim diesjährigen IOM SUMMIT 2016 wieder eine Notwendigkeit für eine dedizierte Diskussion einiger technologischer Trends gesehen haben. Entlang dieser Fragestellung fanden auf der Veranstaltung einige spannende Beiträge statt, die auch in unserem Video-Archiv auffindbar sind:
- Dion Hinchcliffe: Building Blocks for the Enterprise of the Digital Age
- Ulf Kossol: Mobile Intranets erreichen endlich 100% der Mitarbeiter
- Andreas Schönberg: Der Digital Workplace & der Umgang mit "alten" Dokumenten
- Siegfried Lautenbacher: Sind Messaging-Plattform a la Slack die nächste Generation des Digital Workplace
- Stefan Pfeiffer: Kollege Watson im ganzheitlichen Ansatz zum digitalen Arbeitsplatz
- Integration von klassischen Geschäftsprozess-Systemen mit den Kollaborationsplattformen: Nach wie vor finden sich in vielen Unternehmen eine große "Kluft" zwischen der Organisation der "transaktionalen" (Geschäfts-)Prozesse und der nicht direkt "transaktionalen" Zusammenarbeit. Während Ersteres in der klassischen Welt der Geschäftsprozess-Lösungen läuft, wurde für Letzteres eine neue offene Kollaborationslandschaft ins Leben gerufen. Intranet, Projektdokumentationen und Kollaboration laufen zusammen, aber die prozessuale Abarbeitung von Geschäftsdokumenten wie z.B. einer Rechnung und die Kollaboration läuft in disjunkten Welten. Dabei entstehen entlang der transaktionalen Prozesse immer wieder Kollaborationsanlässe für die eine Verzahnung sehr effizient und z.T. auch effektiv wäre.
- Zusammenführung von klass. Collaboration-Plattformen mit Conversational UX/Integrationsplattformen: Immer mehr wird deutlich, dass es das eine Anwendungsszenario am Digital Workplace nicht gibt, sondern für jeden Nutzer der indiviudelle Produktivitätsvorteil in einer Kombination unterschiedlicher Werkzeuge und Umgebungen liegt. Hier setzen die Messaging-Plattformen mit dem Conversational UX-Ansatz an und bieten dem Anwender eine individuelle Anwendungskonfiguration. Dabei entstehen derzeit wieder neue Silos beim Thema Kollaboration in den Unternehmen, für deren zielgerichtete Auflösung es weiterer Klärung bedarf.
- Integration von Assistenzdiensten zur Automatisierung von Informationsmanagement-Aufgaben: Das Thema AI/Cognitive bringt auch für den Digital Workplace spannende Neuheiten - zum Einen kann damit das Informations-Overload-Problem gelöst werden und zum Anderen auch die Integration bzw. das Wechselspiel mit Drittsystemen aus dem Geschäftsprozess für den Anwender beherrschbar gemacht werden. Dabei geht es nicht wie derzeit vielerorts diskutiert - um die Substitution der menschlichen Arbeitskraft sondern um die technologische Aufwertung und Unterstützung durch intelligente Agentensysteme. Bei der Diskussion der technologischen An- und Einbindung dieser Dienste stehen wir noch ganz am Anfang, was viel Klärungsbedarf hat.
- Zusammenspiel von Cloud- und Onpremise-Lösungen unterschiedlicher Anbieter: Ein weiteres offenes Thema ist das Zusammenspiel der Systeme aus Infrastruktursicht - nämlich wie können die dezentralen Cloud-Services mit On-Premise-Lösungen verschiedener Anbieter sicher interagieren. Auch hier gibt es noch viel Klärungsbedarf, da die Ansätze der ersten Generationen des Digital Workplace ja eher Silo-orientiert in einer Lösungsumgebung stattfanden.
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