Der digitale Wandel und das Digital Enablement

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Der digitale Wandel und das Digital Enablement

Digital Enablement: Strategien zur Stärkung digitaler Kompetenzen und die Rolle von Multiplikatorennetzwerken in der Transformation.

Im Interviewformat der Shift/HR Talks 2022 diskutieren Benedicte Scannell und Annette Sell die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des Digital Enablement in Organisationen. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die Strategien zur digitalen Befähigung am Arbeitsplatz und beleuchtet die Rolle von Multiplikatorennetzwerken. Die Diskussion fokussiert auf die Integration digitaler Tools und die Bedeutung eines Dreiklangs aus Mindset, Skillset und Toolset für die digitale Transformation. Die Perspektiven der beiden Expertinnen ergänzen sich, indem sie sowohl die arbeitsplatzbezogene als auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden in den Vordergrund stellen.


Zentrale Erkenntnisse des Gesprächs sind die Notwendigkeit, digitale Kompetenzen durch gezielte Maßnahmen zu stärken und die Bedeutung von Führungskräften als Vorbilder in der digitalen Transformation. Scannell und Sell betonen die Relevanz von Freiräumen für exploratives Lernen und die Nutzung von digitalen Lernmitteln, die auch privat anwendbar sind. Sie heben die Vorteile von Multiplikatorennetzwerken hervor, die eine nachhaltige Verankerung digitaler Kompetenzen ermöglichen. Praktische Beispiele, wie die Einführung von virtuellen Learning Circles und die Nutzung von Tools wie MS Teams und Yammer, verdeutlichen die Anwendungsnähe der diskutierten Strategien. Beide Expertinnen sehen in der aktuellen Krise eine Chance, die digitale Transformation voranzutreiben und die gewonnenen Erfahrungen systematisch für die Zukunft zu nutzen.

Digitales Enablement bedeutet, Menschen in Organisationen zu befähigen, ihre digitale Kompetenz zu erweitern und weiterzuentwickeln. – Benedicte Scannell


Das Lernen mit digitalen Tools hat durch die Corona-Situation einen neuen Push bekommen, aber es ist auch wichtig, was die Organisationen heute fordern und erwarten. – Annette Sell


Die Eigeninitiative und die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten, sind durch die Digitalisierung gestiegen. Unternehmen sollten diese Motivation fördern, um mehr Erfolge zu erzielen. – Benedicte Scannell

  • Digitale Befähigung umfasst sowohl die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen als auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden.
  • Multiplikatorennetzwerke sind ein effektives Mittel, um digitale Transformation nachhaltig in Organisationen zu verankern.
  • Ein Dreiklang aus Mindset, Skillset und Toolset ist entscheidend für erfolgreiche digitale Zusammenarbeit.
  • Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle als Vorbilder und Unterstützer in der digitalen Transformation.
  • Die Krise hat gezeigt, dass Bedarf und Notwendigkeit entscheidend sind, um digitale Kompetenzen schnell zu entwickeln.

Digital Enablement ist für Unternehmen in der heutigen Arbeitswelt von strategischer Bedeutung, da es die digitale Transformation unterstützt und die Wettbewerbsfähigkeit sichert. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, die mit der Entwicklung digitaler Kompetenzen einhergehen, und zeigt auf, wie die Grenzen zwischen beruflicher und privater Kompetenzentwicklung zunehmend verschwimmen. Ein zentrales Spannungsfeld ist die Verantwortung der Unternehmen, ihren Mitarbeitenden Lernmöglichkeiten zu bieten, ohne deren Eigeninitiative zu untergraben. Die Diskussion offenbart strukturelle Widersprüche, etwa die Gefahr, dass formalisierte Schulungen Kreativität und Eigenverantwortung hemmen. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, Führungskräfte als Vorbilder in der digitalen Transformation zu etablieren, um kulturelle Barrieren zu überwinden und nachhaltige Veränderungen zu fördern.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die Praxis, indem er auf die Bedeutung von Mindset, Skillset und Toolset als Dreiklang für erfolgreiche digitale Zusammenarbeit hinweist. Er fordert Unternehmen auf, Freiräume für exploratives Lernen zu schaffen und die Erfahrungen aus der Krise systematisch zu reflektieren, um daraus nachhaltige Programme zu entwickeln. Die Einführung von Multiplikatorennetzwerken wird als effektive Methode zur Verankerung digitaler Kompetenzen hervorgehoben, da sie Skaleneffekte und eine breite Wissensverbreitung ermöglichen. Diese Ansätze verschieben die Perspektive von einer rein operativen Umsetzung hin zu einem strategischen und kulturellen Wandel, der die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden stärkt und die Organisation als Ganzes resilienter macht.

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