Erfahrungen mit der Verankerung und Begleitung neuer Formen der Zusammenarbeit

Erfahrungen mit der Verankerung und Begleitung neuer Formen der Zusammenarbeit
Mitschnitt-Länge: 10 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Agile Transformation in hierarchischen Strukturen: Strategien zur Förderung von Mitarbeiterpartizipation und kulturellem Wandel.

Melanie Kadzban und Peter Leßmann von der HDI Group teilen in ihrem Praxisbericht bei den Shift/HR Talks 2022 ihre Erfahrungen mit der Implementierung agiler Prinzipien und kultureller Transformation in einem hierarchischen Versicherungsunternehmen. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Strategien, die bei der Anpassung von Methoden wie SAFe, Scrum und Kanban an die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens mit 5.000 Mitarbeitenden notwendig sind. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Multiplikatorennetzwerken und einem sichtbaren Sponsor aus der Führungsebene, um die Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit der Transformation zu sichern.


Im Zentrum der Diskussion stehen die Verankerung neuer Werte und die Förderung von Mitarbeiterpartizipation. Die Referenten betonen, dass kulturelle Transformation Zeit und kontinuierliche Impulse erfordert, um bestehende Hierarchien und Glaubenssätze zu überwinden. Dialogformate und regelmäßige Interaktionen sind essenziell, um Widerstände zu adressieren und Mitarbeitende in Veränderungsprozessen zu begleiten. Die praktische Umsetzung wird durch die Entwicklung eines unternehmensspezifischen Werte- und Prinzipienrahmens unterstützt, der durch partizipative Prozesse und die aktive Einbindung der Belegschaft gestaltet wird.

Wir müssen die Mitarbeiter als Individuen sehen, nicht nur als Personalnummern. Nur wenn sie sich in ihren Werten wiederfinden, können wir die VUKA-Welt beherrschen. – Melanie Kadzban


Kulturwandel ist keine Sache von Tagen oder Wochen, sondern von Monaten oder Jahren. Geduld ist entscheidend. – Peter Leßmann


Es gibt keinen kulturfreien Raum. Wenn wir nicht aktiv mit Maßnahmen oder Zuhören arbeiten, bildet sich eine Eigendynamik, die nach hinten losgehen kann. – Melanie Kadzban

  • Kulturelle Transformation erfordert Geduld und kontinuierliche Impulse, um bestehende Hierarchien und Glaubenssätze zu überwinden.
  • Agile Methoden wie SAFe und Scrum müssen an die spezifischen Bedürfnisse und Aufgabenbereiche eines Unternehmens angepasst werden.
  • Mitarbeiterpartizipation durch Werteworkshops und Multiplikatorennetzwerke ist entscheidend für die Verankerung neuer Werte.
  • Ein sichtbarer Sponsor aus der Führungsebene ist essenziell, um kulturelle Veränderungen glaubwürdig zu unterstützen.
  • Dialogformate und regelmäßige Interaktionen sind notwendig, um Widerstände zu adressieren und Mitarbeiter in Veränderungsprozessen zu begleiten.

Agile Transformation und kultureller Wandel in hierarchischen Organisationen sind von strategischer Bedeutung, insbesondere im Versicherungssektor. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus der Implementierung agiler Prinzipien in einem Umfeld ergeben, das traditionell durch starre Strukturen und fest verankerte Glaubenssätze geprägt ist. Ein zentrales Spannungsfeld ist die Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit zur Eigenverantwortung und der bestehenden Kultur der Verantwortungsverschiebung. Diese kulturellen Barrieren erfordern eine geduldige und kontinuierliche Bearbeitung, um die Transformation nachhaltig zu verankern. Der Beitrag macht deutlich, dass die Einführung agiler Methoden wie SAFe und Scrum nicht nur technischer Anpassungen bedarf, sondern auch eines tiefgreifenden kulturellen Wandels, der durch sichtbare Führung und partizipative Prozesse unterstützt werden muss.


Der Vortrag vermittelt handlungsrelevante Prinzipien, die für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungsprozessen entscheidend sind. Ein sichtbarer Sponsor aus der Führungsebene, der die Transformation glaubwürdig vorlebt, ist unerlässlich. Zudem sind Multiplikatoren-Netzwerke von Bedeutung, um die neuen Werte operativ zu verankern und die Mitarbeitenden aktiv in den Wandel einzubeziehen. Der Beitrag fordert dazu auf, die spezifischen Bedürfnisse der Organisation zu analysieren und die Methoden flexibel anzupassen, um Rückfälle in alte Gewohnheiten zu vermeiden. Die strategische Zielsetzung der Transformation wird durch die Förderung von Dialogformaten und regelmäßigen Interaktionen unterstützt, die den kulturellen Wandel vorantreiben. Insgesamt verschiebt der Beitrag die Perspektive von einer rein methodischen Umsetzung hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, der die operative Praxis mit dem strategischen Ziel und dem kulturellen Wandel in Einklang bringt.

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