Wie mache ich aus Menschen ein Team - ohne sich zu treffen?

Wie mache ich aus Menschen ein Team - ohne sich zu treffen?
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Mitschrift verfügbar

Digitale Tools und agile Methoden stärken Teamdynamik und Innovationskultur ohne persönliche Treffen in traditionellen Unternehmen.

Linda Klümper, Leitung Innovationsmanagement bei den Stadtwerken Münster, berichtet im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 über den Aufbau einer neuen Innovationsabteilung während der Pandemie. Der Praxis- und Projektbericht richtet sich an HR-Manager und Führungskräfte in Energieversorgungsunternehmen und öffentlichen Dienstleistern. Im Fokus stehen die Etablierung digitaler Zusammenarbeit, die Förderung einer Innovationskultur und der Einsatz agiler Methoden in einem traditionellen Unternehmensumfeld. Der Beitrag bietet Einblicke in die Herausforderungen und Lösungsansätze zur Stärkung von Teamdynamik und Innovationsfähigkeit ohne persönliche Treffen.


Zentrale Elemente des Berichts sind die Nutzung digitaler Tools wie Microsoft Teams und digitale Whiteboards, um Zusammenarbeit und Kreativität zu fördern. Klümper beschreibt die Einführung von OKR zur Schaffung eines einheitlichen Zielverständnisses und die Durchführung von „Innovation Mining“-Workshops zur Analyse der Innovationskultur. Interaktive Formate wie digitale Kaffeepausen und After-Work-Events stärken die soziale Bindung im Team. Ein Kulturprogramm mit Bausteinen wie Weiterbildung und Fehlerkultur soll langfristig die Innovationsfähigkeit sichern. Die Transformation wird als fortlaufender Prozess betrachtet, der kontinuierliche Anpassungen erfordert, um alle Mitarbeitenden einzubinden und neue Innovationspotenziale zu erschließen.

Wir gestalten aus Ideen Zukunft. Unser Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle und Produkte von übermorgen zu entwickeln und gleichzeitig eine Innovationskultur zu schaffen, die dies ermöglicht. – Linda Kl\u00fcmper


Der Dialog ist entscheidend. Egal ob digital oder analog, es ist wichtig, viel miteinander zu sprechen, zuzuhören und die Belange der Bereiche ernst zu nehmen, um alle mitzunehmen. – Linda Kl\u00fcmper


Wir haben den Stein des Anstoßes gegeben und erste gute Pflänzchen gesetzt, aber es gilt, diese zu verstetigen und die Mitarbeiter kontinuierlich mitzunehmen, besonders jetzt, wo eine Rückkehr in die Büros stattfindet. – Linda Kl\u00fcmper

  • Digitale Zusammenarbeit erfordert gezielte Formate wie virtuelle Kaffeepausen und digitale After-Work-Events, um Teamdynamik zu fördern.
  • Die Einführung von OKR hilft, ein einheitliches Zielverständnis zu schaffen und den Innovationsprozess zu beschleunigen.
  • Innovationskultur kann durch digitale Workshops wie Innovation Mining gefördert werden, um Hemmnisse und Förderfaktoren zu identifizieren.
  • Interaktive Formate wie offene Videokonferenzen mit Umfragen und Word Clouds erhöhen die Akzeptanz und das Verständnis für neue Abteilungen im Unternehmen.
  • Ein Kulturprogramm mit klaren Bausteinen wie Weiterbildung, Fehlerkultur und Eigenverantwortung stärkt langfristig die Innovationsfähigkeit.

Digitale Zusammenarbeit und die Etablierung einer Innovationskultur in traditionellen Unternehmen sind zentrale Herausforderungen, die durch die Pandemie verstärkt in den Fokus gerückt sind. Der Beitrag beleuchtet die strategische Relevanz dieser Themen für Energieversorgungsunternehmen und öffentliche Dienstleister, die sich in einem Spannungsfeld zwischen traditioneller Arbeitsweise und notwendiger digitaler Transformation befinden. Ein wesentlicher blinder Fleck ist die Annahme, dass digitale Tools allein ausreichen, um Teamdynamik und Innovationsfähigkeit zu fördern. Tatsächlich erfordert der Aufbau einer Innovationskultur eine bewusste Auseinandersetzung mit Veränderungsbarrieren und Zielkonflikten, insbesondere in Organisationen, die stark hierarchisch geprägt sind. Die Einführung von Methoden wie OKR und Innovation Mining zeigt, wie strukturelle Widersprüche überwunden werden können, indem sie ein gemeinsames Zielverständnis schaffen und den Dialog zwischen Fach- und Führungskräften fördern.


Der Beitrag liefert handlungsrelevante Impulse, indem er aufzeigt, wie digitale Formate gezielt eingesetzt werden können, um kulturellen Wandel zu unterstützen. Virtuelle Kaffeepausen und digitale After-Work-Events sind nicht nur operative Maßnahmen, sondern tragen strategisch zur Stärkung der sozialen Bindung und zur Förderung einer offenen Fehlerkultur bei. Diese Formate fordern Führungskräfte auf, Verantwortung für die Gestaltung der digitalen Zusammenarbeit zu übernehmen und die Mitarbeitenden aktiv in den Transformationsprozess einzubinden. Der Inhalt verschiebt die Perspektive von einer rein technischen Umsetzung hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, der operative Praxis, strategische Ziele und kulturellen Wandel miteinander verknüpft. Damit leistet der Beitrag einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas und inspiriert Führungskräfte, die digitale Transformation als kontinuierlichen Prozess zu begreifen, der über die Einführung neuer Tools hinausgeht.

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