Warum scheitert „Modern Work“ (fast) immer?

Warum scheitert „Modern Work“ (fast) immer?
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Wie valide Analysen von Nutzerverhalten und Energiequellen die Ursachen für das Scheitern von Modern Work sichtbar und steuerbar machen.

Digitale Transformation in Unternehmen stößt häufig an Grenzen, die nicht technischer, sondern organisatorischer und kultureller Natur sind. Im Mittelpunkt steht die Diskrepanz zwischen der Einführung digitaler Tools und deren tatsächlicher Nutzung im Arbeitsalltag. Der Beitrag beleuchtet, wie gewachsene Infrastrukturen und individuelle Verhaltensmuster dazu führen, dass neue Technologien zwar bereitgestellt, aber nicht im Sinne der angestrebten Modernisierung genutzt werden. Die Perspektive richtet sich auf die Analyse faktischen Nutzerverhaltens und die Identifikation von Energiequellen und Energieräubern im Arbeitskontext, um die Ursachen für das Scheitern von Modern Work sichtbar zu machen.

Im inhaltlichen Fokus stehen die Grenzen technikzentrierter Maßnahmen und die Notwendigkeit erkenntnisorientierter Diagnostik. Anhand von Praxisbeispielen wird gezeigt, wie qualitative Befragungen zu Energiequellen und Energieräubern sowie die Auswertung von Nutzungsdaten aus Tools wie Microsoft 365 und Teams valide Erkenntnisse über tatsächliche Arbeitsweisen liefern. Die Analyse verdeutlicht, dass Annahmen über Nutzerbedarfe und Transformation häufig nicht mit der Realität übereinstimmen und Maßnahmen ohne valide Datenbasis ins Leere laufen. Die Kombination aus qualitativen und quantitativen Analysen bildet die Grundlage für gezielte, bedarfsorientierte Befähigung und nachhaltige Veränderung. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Verantwortung für die Diagnostik und Weiterentwicklung nicht allein bei der IT liegen kann, sondern eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit erfordert.

Digitalisierung verursacht einen Effekt, der mit IT und von IT nicht gelöst werden kann – das ist ein echtes Problem, weil wir immer noch versuchen, technologische Herausforderungen mit noch mehr Technologie oder Trainings zu adressieren, statt das tatsächliche Verhalten und die Bedürfnisse der Menschen zu verstehen. – Thiemo Laubach

Über Menschen wird viel geredet, aber selten mit ihnen – und wenn, dann werden die falschen Fragen gestellt. Wer wissen will, was wirklich Energie raubt oder gibt, muss die Mitarbeitenden gezielt und anders befragen, statt Annahmen aus dem Bauchgefühl heraus zu treffen. – Thiemo Laubach

Unternehmen wissen alles in ihren Daten, aber sie nutzen dieses Wissen nicht, um valide Handlungsfelder zu definieren. Wer Maßnahmen auf Basis von Annahmen statt validierten Erkenntnissen trifft, verliert Zeit, Geld und Akzeptanz – Erkenntnisorientierung ist der Schlüssel für echte Modern Work-Adoption. – Thiemo Laubach

  • Digitalisierung verursacht Effekte, die nicht allein durch IT oder Technik gelöst werden können.

  • Maßnahmen zur digitalen Transformation scheitern oft, weil über Menschen gesprochen und nicht mit ihnen gearbeitet wird.
  • Validierte Daten aus dem faktischen digitalen Verhalten sind essenziell, um Annahmen über die Nutzung und Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu überprüfen.
  • Bedarfsorientierte Befähigung und die Identifikation von Energiequellen und Energieräubern im Arbeitskontext sind zentrale Erfolgsfaktoren für Modern Work.
  • Usage-Daten allein reichen nicht aus – es braucht eine erkenntnisorientierte Diagnostik, die über reine Nutzungsstatistiken hinausgeht.

Digitale Transformation in Unternehmen scheitert häufig an einem grundlegenden Missverständnis: Die Einführung neuer Tools wird mit tatsächlicher Veränderung gleichgesetzt, während die komplexen Dynamiken des Nutzerverhaltens und der organisationalen Energiequellen ignoriert werden. Im Zentrum steht ein strategischer Zielkonflikt zwischen technischer Implementierung und nachhaltiger Verhaltensänderung. Die Annahme, dass technische Infrastruktur automatisch zu moderner Zusammenarbeit führt, blendet die kulturellen und individuellen Barrieren aus, die in gewachsenen Systemlandschaften und heterogenen Arbeitsgewohnheiten wurzeln. Verantwortungsverschiebung zwischen IT, Personalentwicklung und weiteren Stakeholdern verstärkt diese Problematik: Während die IT nach der Einführung von Systemen wie Microsoft 365 ihre Aufgabe als erledigt betrachtet, bleibt die eigentliche Transformation – die Entwicklung neuer Arbeitsweisen und die Überwindung von Medienbrüchen – unbearbeitet. Der Beitrag legt offen, dass klassische Change-Maßnahmen und standardisierte Schulungsangebote an der Oberfläche bleiben, solange sie nicht auf validierten Daten zum faktischen Verhalten und den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden basieren. Die Diskrepanz zwischen angenommenem und realem Nutzungsverhalten wird zum blinden Fleck, der strategische Initiativen ausbremst und kulturelle Widerstände verstärkt.

Für die Leitung Personalentwicklung und IT-Projektverantwortliche liefert der Beitrag einen klaren Reflexionsimpuls: Erfolgreiche Modern-Work-Initiativen erfordern erkenntnisorientierte Diagnostik, die qualitative und quantitative Daten systematisch verknüpft. Die Analyse von Energiequellen und Energieräubern im Arbeitsalltag verschiebt den Fokus von reiner Tool-Nutzung auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen und Motivationsfaktoren. Damit entsteht ein neues Paradigma für die Gestaltung von Veränderungsprozessen: Nicht Annahmen, sondern validierte Erkenntnisse bestimmen die Prioritäten und Maßnahmen. Die Empfehlung, Stakeholder frühzeitig einzubinden und individuelle Befähigung datenbasiert auszurichten, adressiert operative wie strategische Herausforderungen zugleich. Für die Praxis bedeutet das, bestehende Routinen der Verantwortungszuweisung und Schulungslogik zu hinterfragen und die vorhandenen Nutzungsdaten als Ressource für kontinuierlichen Wandel zu begreifen. Der Beitrag fordert dazu auf, Transformation als lernenden, iterativen Prozess zu gestalten, der kulturelle, organisationale und technologische Dimensionen gleichermaßen adressiert.

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