Fünf Bausteine auf dem Weg zu einer digitalen Arbeitsorganisation

Fünf Bausteine auf dem Weg zu einer digitalen Arbeitsorganisation
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Fünf Bausteine für nachhaltige digitale Arbeitsorganisation: Von radikaler Akzeptanz bis Menschzentrierung und bewusster Regeneration.

Mittelständische Unternehmen mit laufenden Digitalisierungsinitiativen stehen vor der Herausforderung, Organisation und Kultur im Kontext beschleunigter Veränderungen neu zu denken. Nele Kreyßig, Director Digital Culture, bringt die Perspektive einer kollegial geführten Organisation ein, die seit zweieinhalb Jahren ihr Führungsmodell iterativ anpasst und dabei kulturelle und menschzentrierte Aspekte konsequent in den Mittelpunkt stellt. Der Beitrag adressiert insbesondere Verantwortliche für Digitalisierung und Transformation sowie Change Agents, die Orientierung und Handlungsoptionen für nachhaltige digitale Entwicklung suchen.

Im Zentrum stehen fünf Bausteine: radikale Akzeptanz der aktuellen Situation, die Priorisierung kultureller Aspekte vor strukturellen Veränderungen, iteratives Üben und Lernen, Menschzentrierung von Beginn an sowie ein bewusster Umgang mit dem Digitalisierungstempo und der Notwendigkeit von Regeneration. Kreyßig betont, dass Transformation erst durch die bewusste Annahme der Gegenwart möglich wird und dass Werte und Sinnstiftung als Orientierungsrahmen dienen. Methoden wie Design Thinking und Co-Creation werden als praxisnahe Ansätze vorgestellt, um Betroffene aktiv einzubinden. Die Bausteine wirken wechselseitig und lassen sich flexibel kombinieren. Abschließend werden konkrete Handlungsoptionen für Verantwortliche aufgezeigt, um auch ohne direkte Steuerungsmacht Wirkung zu entfalten und die digitale Transformation menschenzentriert zu gestalten.

Führung ist zu wichtig, um sie nur den Führungskräften zu überlassen. – Nele Kreyßig

Radikale Akzeptanz von dem, was ist und was werden wird, ist der erste Schritt zur digitalen Organisation – ohne dieses Ja zur Situation bleibt Transformation oberflächlich. – Nele Kreyßig

Digitalisierung gelingt nur, wenn wir Menschen von Anfang an integrieren, statt sie später „abzuholen“. – Nele Kreyßig

  • Radikale Akzeptanz der aktuellen Situation und der Entwicklung ist essenziell für erfolgreiche digitale Transformation.

  • Kulturelle Aspekte und Werte müssen vor strukturellen Veränderungen betrachtet werden, um Orientierung und Sinn zu stiften.
  • Iteratives Üben und Offenheit für nicht-lineare Lösungswege sind zentrale Erfolgsfaktoren in Transformationsprozessen.
  • Menschzentrierung bedeutet, Betroffene von Anfang an zu integrieren und nicht erst später abzuholen.
  • Das hohe Tempo der Digitalisierung erfordert bewusste Pausen und Regeneration, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Digitale Transformation in mittelständischen Unternehmen scheitert häufig an der Illusion, dass technologische Innovation allein genügt, um nachhaltigen Wandel zu erzeugen. Tatsächlich offenbart sich ein zentrales Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach schnellen, strukturellen Lösungen und der Notwendigkeit, kulturelle Grundlagen und menschliche Dynamiken in den Mittelpunkt zu stellen. Der Beitrag legt offen, wie verbreitet die Tendenz ist, Veränderungsdruck zu externalisieren oder auf die Zukunft zu verschieben, statt die aktuelle Komplexität und Unsicherheit als Ausgangspunkt für Entwicklung zu akzeptieren. Damit adressiert er einen blinden Fleck vieler Transformationsinitiativen: Die Verwechslung von Aktionismus mit echter Veränderungsbereitschaft und die Unterschätzung der Bedeutung von Akzeptanz, Sinnstiftung und partizipativer Einbindung. Die Reflexion über kollegiale Führung und radikale Akzeptanz macht deutlich, dass klassische Verantwortungsverschiebungen – etwa das Delegieren von Führung an wenige – nicht mehr tragfähig sind, wenn Organisationen in hochdynamischen Umfeldern bestehen wollen. Gleichzeitig wird sichtbar, wie Zielkonflikte zwischen Effizienz, Geschwindigkeit und nachhaltiger Entwicklung entstehen, wenn Pausen und Regeneration systematisch vernachlässigt werden.

Für die Praxis liefert der Beitrag konkrete Prinzipien, die als Reflexionsrahmen für Führung und Organisationsentwicklung dienen können. Er fordert dazu auf, Transformation als iterativen Lernprozess zu begreifen, in dem Menschzentrierung und kulturelle Orientierung nicht nachgelagert, sondern von Beginn an integraler Bestandteil sind. Die Empfehlung, Betroffene frühzeitig einzubinden und Co-Creation als Haltung zu etablieren, verschiebt den Fokus von technikgetriebener Digitalisierung hin zu einer Arbeitsorganisation, die Resilienz und Innovationsfähigkeit gleichermaßen fördert. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Tempo und die Etablierung von Regenerationsphasen werden als strategische Notwendigkeit positioniert, um Überforderung und Erschöpfung vorzubeugen. Damit liefert der Beitrag einen Impuls, operative Routinen und strategische Zielsetzungen konsequent aufeinander abzustimmen und kulturelle Entwicklung als Voraussetzung für nachhaltige digitale Transformation zu verstehen.

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