Erfahrungen mit der Etablierung eines M365 Programmes

Erfahrungen mit der Etablierung eines M365 Programmes
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Iterative Einführung von M365 in globaler F&E: Governance, Betriebsrat, Rollout-Strategie und Akzeptanz neuer Kollaborationsmodelle.

Im Mittelpunkt steht die Einführung und Operationalisierung eines M365-Programms in einer internationalen Forschungs- und Entwicklungsorganisation mit über 5.000 Mitarbeitenden. Die Perspektive einer Digital Collaboration Specialist aus der IT-Abteilung ermöglicht einen praxisnahen Zugang zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen bei der digitalen Transformation etablierter Strukturen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von Governance, Betriebsvereinbarungen und Change Management in einem komplexen, globalen Umfeld. Der Beitrag zeichnet sich durch die detaillierte Darstellung iterativer Vorgehensweisen, die Einbindung von Stakeholdern und die Verzahnung von technischen, organisatorischen und kulturellen Aspekten aus.

Im Talk werden die Schritte von der Pilotphase über den gestaffelten Rollout bis zum operativen Betrieb nachvollziehbar gemacht. Konkrete Methoden wie die Rekrutierung von Multiplikatoren, die Entwicklung von Trainingsformaten und Self-Service-Angeboten sowie die Nutzung von Personas zur Systemgestaltung werden erläutert. Die Abstimmung mit dem Betriebsrat, die Migration in eine gemeinsame M365-Umgebung und die Umsetzung differenzierter Zugriffsrechte bilden zentrale Themen. Herausforderungen wie die Umstellung von Ordnerstrukturen, Akzeptanzprobleme bei neuen Ablagekonzepten und technische Limitationen bei großen Forschungsdaten werden adressiert. Die kontinuierliche Anpassung von Governance-Modellen, die Kombination aus statischer und dynamischer Rechtevergabe sowie die iterative Weiterentwicklung der Rollout-Strategie stehen im Fokus der Erfahrungsweitergabe.

Wir haben M365 nicht als reines IT-Projekt aufgesetzt, sondern als Veränderungsprojekt, das kontinuierlich durch Change Management, Kommunikation und Training begleitet wird. – Alexandra Junke

Die größte Herausforderung ist, Mitarbeitende vom klassischen Ordnerdenken zu lösen und sie für neue, reduzierte Strukturen und Metadaten in SharePoint zu gewinnen. – Alexandra Junke

Wir setzen auf ein kontrolliertes Governance-Modell für Power Platform: Individuelle Automatisierungen sind erlaubt, aber alles, was ins Business ausgerollt wird, läuft über einen zentralen Demand-Prozess. – Alexandra Junke

  • Die Einführung von M365 in Forschung und Entwicklung erfordert ein iteratives Vorgehen mit Pilotphasen, Stakeholder-Einbindung und kontinuierlichem Lernen.

  • Governance, Datenschutz und Betriebsvereinbarungen müssen in enger Abstimmung mit Betriebsrat und Management geregelt und laufend angepasst werden.
  • Das Need-to-Know-Prinzip und die Cluster-Struktur in SharePoint ermöglichen gezielte Zugriffsrechte und effizientes Wissensmanagement.
  • Die größte Herausforderung liegt in der Veränderung etablierter Arbeitsweisen, insbesondere bei der Umstellung von Ordnerstrukturen und der Akzeptanz neuer Kollaborations- und Ablageprozesse.
  • Ein strukturierter Change- und Kommunikationsprozess mit Trainings, Self-Services und Best Practices ist essenziell für nachhaltige Adoption und Akzeptanz.

Die Einführung von M365 in einer internationalen F&E-Organisation legt zentrale Spannungsfelder zwischen technologischer Transformation, organisationaler Beharrung und Governance offen. Im Kern steht der Zielkonflikt zwischen dem Anspruch auf flexible, kollaborative Wissensarbeit und den tradierten Strukturen einer forschungsgetriebenen Industrieumgebung. Die Umstellung von gewachsenen Ordnerlogiken auf metadatenbasierte Ablagestrukturen, die Aushandlung von Betriebsvereinbarungen im Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Innovationsdruck sowie die Migration in eine Single-Tenant-Umgebung verdeutlichen, wie tiefgreifend digitale Kollaborationsplattformen in bestehende Verantwortungs- und Machtstrukturen eingreifen. Besonders sichtbar wird der blinde Fleck vieler Digitalisierungsinitiativen: Die Annahme, dass technische Lösungen automatisch zu veränderten Arbeitsweisen führen. Tatsächlich erfordert die nachhaltige Adoption ein kontinuierliches Austarieren von Governance und Freiraum, von zentraler Steuerung und dezentraler Selbstorganisation. Die Rolle von Multiplikatoren, die Integration von Change- und Kommunikationsprozessen sowie die iterative Anpassung von Governance-Modellen machen deutlich, dass Transformation nicht linear verläuft, sondern von Widersprüchen, Lernschleifen und situativen Kompromissen geprägt ist.

Für die Praxis liefert der Beitrag prägnante Prinzipien: Die Einführung von M365 muss als Veränderungsprojekt mit kultureller Dimension verstanden werden, nicht als reines IT-Rollout. Erfolgreiche Adoption entsteht dort, wo Führungskräfte Verantwortung übernehmen, Widerstände adressiert und Nutzer aktiv in die Gestaltung eingebunden werden. Die Kombination aus Pilotierung, gezielter Stakeholder-Einbindung und der Bereitschaft, Governance als lernendes System zu begreifen, verschiebt die Perspektive von der Tool-Einführung hin zur Entwicklung nachhaltiger Kollaborationskulturen. Die Erfahrungen zeigen, dass operative Maßnahmen – wie die Rekrutierung von Multiplikatoren, die Entwicklung von Self-Service-Angeboten und die Schaffung klarer Rollenmodelle – nur dann Wirkung entfalten, wenn sie mit strategischer Klarheit und kultureller Offenheit verbunden sind. Für Entscheider in Forschung und Entwicklung bedeutet dies, digitale Zusammenarbeit als fortlaufenden Aushandlungsprozess zu begreifen, in dem technische, organisatorische und kulturelle Fragen untrennbar miteinander verwoben sind.

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