Graswurzeln brauchen Netzwerke - wie selbstorganisierte Bewegungen durch Plattformen in Organisationen ermöglicht werden

Graswurzeln brauchen Netzwerke - wie selbstorganisierte Bewegungen durch Plattformen in Organisationen ermöglicht werden
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Mitschrift verfügbar

Informelle Netzwerke und Plattformen fördern selbstorganisierte Bewegungen in Unternehmen und ermöglichen Wandel ohne formale Hierarchie.

Alexander Kluge, Geschäftsführer von kluge+konsorten, beleuchtet in einem Expert-Talk die Rolle informeller Netzwerke und digitaler Plattformen bei der Förderung selbstorganisierter Bewegungen in großen Unternehmen. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse, wie solche Bewegungen ohne formale Hierarchie oder Budget signifikante Veränderungen bewirken können. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Bedeutung schwacher Verbindungen in Netzwerken, die als entscheidend für Innovation und Wandel gelten. Kluge grenzt das Thema bewusst von rein technologischen Fragestellungen ab und betrachtet Plattformen als Ermöglicher, nicht als Selbstzweck.


Im Talk werden zentrale Aussagen und Modelle hervorgehoben, darunter das Modell der drei Seiten von Organisationen und das Konzept der schwachen Verbindungen. Kluge illustriert anhand von Praxisbeispielen, wie Initiativen wie „Working Out Loud“ und der „Business of War Letter“ bei Google zu etablierten Programmen werden können. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen, die mit der Integration von Graswurzelbewegungen in die formale Organisation verbunden sind, sowie die Rolle von Führungskräften, die Freiräume schaffen und eine offene Kultur fördern müssen. Der Einsatz digitaler Plattformen wie IBM Connections wird als Schlüssel zur Vernetzung und Sichtbarmachung von Themen in Organisationen hervorgehoben.

Plattformen ermöglichen es Menschen, Bewegungen zu initiieren, die Organisationen verändern können. Diese Bewegungen entstehen oft informell und ohne offiziellen Auftrag, aber sie können signifikante Veränderungen bewirken, wenn sie genügend Unterstützung finden. – Alexander Kluge


Die formale Struktur einer Organisation wird häufig durch informelle Netzwerke ergänzt, die als Nährboden für Veränderungen dienen. Diese Netzwerke sind entscheidend für die Entwicklung von Bewegungen innerhalb der Organisation. – Alexander Kluge


Netzwerke in Organisationen sind nicht nur für den Wissensaustausch wichtig, sondern auch als Plattformen für Bewegungen. Sie können unerwartete Veränderungen und Innovationen fördern, die nicht von oben geplant wurden. – Alexander Kluge

  • Selbstorganisierte Bewegungen entstehen oft in informellen Netzwerken und können ohne formale Hierarchie oder Budget signifikante Veränderungen bewirken.
  • Digitale Plattformen und soziale Netzwerke sind entscheidend, um Mitstreiter zu gewinnen und Bewegungen in Organisationen zu fördern.
  • Schwache Verbindungen in Netzwerken sind wichtiger für Innovation und Wandel als starke Verbindungen innerhalb von Teams.
  • Führungskräfte müssen Freiräume schaffen und eine Kultur der Offenheit fördern, um Graswurzelinitiativen zu ermöglichen.
  • Erfolgreiche Bewegungen benötigen sowohl Unterstützung von unten als auch das 'Licht von oben', um langfristig wirksam zu sein.

Selbstorganisierte Bewegungen in Unternehmen sind ein entscheidender Hebel für Transformation und Innovation, insbesondere in großen Organisationen mit starren Strukturen. Diese Bewegungen entstehen oft in informellen Netzwerken, die ohne formale Hierarchie oder Budget signifikante Veränderungen bewirken können. Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Diskrepanz zwischen der formalen Organisation, die auf Hierarchie und Prozessen basiert, und der informalen Seite, die durch Flexibilität und Kreativität geprägt ist. Hier zeigt sich ein blinder Fleck vieler Unternehmen: Die formale Struktur ignoriert oft die Potenziale, die in den Freiräumen der informalen Netzwerke liegen. Diese Netzwerke sind nicht nur Träger von Innovation, sondern auch Katalysatoren für kulturellen Wandel, indem sie bestehende Denkfehler und Veränderungsbarrieren aufbrechen.


Der Beitrag fordert Führungskräfte auf, Freiräume zu schaffen und eine Kultur der Offenheit zu fördern, um selbstorganisierte Bewegungen zu ermöglichen. Die Nutzung digitaler Plattformen wird als Schlüssel hervorgehoben, um Mitstreiter zu gewinnen und Bewegungen sichtbar zu machen. Dies verschiebt die Perspektive von einer rein top-down-gesteuerten Veränderung hin zu einer partizipativen Transformation, bei der Mitarbeitende aktiv Verantwortung übernehmen. Der Inhalt inspiriert dazu, operative Praxis mit strategischen Zielen und kulturellem Wandel zu verknüpfen, indem er aufzeigt, wie schwache Verbindungen in Netzwerken Innovation fördern können. Führungskräfte werden ermutigt, nicht nur technologische Lösungen bereitzustellen, sondern auch das notwendige Mindset für Veränderung zu etablieren, um langfristig wirksame Bewegungen zu unterstützen.

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