Digital Workplace Blog

Martin Weinhardt: Für den digitalen Arbeitsplatz fehlt es an Strukturen und Orientierung!

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Als Ergänzung zur Interview-Reihe mit den Sponsoren des IOM SUMMIT freuen wir uns heute über die Antworten von Martin Weinhardt. Er ist Geschäftsführer bei Concept-EU, einem Beratungshaus für SharePoint-Umsetzungen. Martin Weinhardt

1) Was steckt für Sie hinter den Schlagworten “Digital Workplace” und “Transformation der Arbeit”, die auch Schwerpunkt des IOM SUMMIT 2015 sind?

Der digitale Arbeitsplatz existiert doch längst. Eine der häufigsten Kundenanfragen ist: „Wir haben so viele Systeme. Warum bekomme ich meine Informationen nicht aggregiert und gesammelt dargestellt?“ Im digitalen Arbeitsplatz fehlt es derzeit noch an Struktur und Orientierung, an Konzepten, die sich der Aufgabe widmen, Zusammenarbeit zu organisieren. Und das ist die Herausforderung der „Transformation der Arbeit“. Und da spielen Social und Networking nur am Rande eine Rolle. Es geht darum den Mitarbeitern ein digitales Zuhause zu geben mit konsistenten Strukturen und klaren Informationswegen. Und die Transformation der Arbeit ist nicht nur als digitaler Fortschritt zu sehen sondern auch als Renaissance der Zusammenarbeit, um die Potentiale, die durchdachte Lösungen bieten, zu heben.

2) Warum muss auch 2015 über diese Themen aufklärt werden? Haben das sie Unternehmen nicht schon verstanden und sind längst in der Umsetzung?

In unserem Beratungsalltag fokussiert sich der „Digital Workplace“ immer noch sehr stark auf den Bereich Intranet und Publishing. Dabei gerät aus dem Blickfeld, dass Kollaborationslösungen auch in vielen anderen Abteilungen eine produktive Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter sein können. Und das ist schade. Denn genau hier liegt echtes Potential verborgen – was sowohl Innovation als auch Produktivität angeht.

3) Sie stellen die besondere Bedeutung des Produktivitätsziels der Kollaborationsansätze heraus. Wie muss das Projekt angegangen werden, um genau dieses zu unterstützen?

Mitarbeiter brauchen „Räume“, in denen sie zusammenarbeiten können. Und zwar „Räume“ in denen ihre Grundbedürfnisse nach Orientierung, Navigation und Halt gestillt werden. Gute Lösungen bieten Halt und Struktur – und zwar außerhalb der klassischen Organisationsstrukturen. Denn wenn wir ehrlich sind: Eine Organisationsstruktur hat mit Zusammenarbeit so wie wir sie verstehen, wenig zu tun. Diese fördert Silodenken und Group-Think, ist also ein echter Kollaborationskiller.

4) Was sind die kritischen Projektmomente bei der Etablierung von Kollaborationsansätzen, die die Produktivität der Zusammenarbeit steigern sollen?

Der kritischste Punkt ist immer die Adoption. Deshalb müssen Kollaborationslösungen für Anwender designt werden. Es bringt uns nichts, wenn wir in einer Lösung Projekte als Projekte bezeichnen, wenn in der Abteilung dafür der Begriff „Initiativen“ gelebt wird. In einer Konzeption geht es immer auch darum das Mindset eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter aufzugreifen und dieses in eine technische und benutzerfreundliche Umgebung zu gießen. Wenn die Anwender den Mehrwert und die Vorteile erkennen, sich in ihrer Umgebung zuhause fühlen, dann gibt es auch kein Problem mit Adoption.

5) Was ist Ihre zentrale Empfehlung für die Einführung und Etablierung solcher Konzepte im Unternehmen?

Die Mitarbeiter, ihre Prozesse und Wünsche sollten im Mittelpunkt stehen. Eine durchdachte Informationsarchitektur ist oft sehr viel mehr wert als eine zusätzliche App. Es geht um Wissen und Methoden, wie Informationen aufzubereiten, zu strukturieren sind, Aufgaben zu erfassen und abzubilden. Professionelle Unterstützung, die den Blick von außen bietet, ist da unglaublich hilfreich.

6) Welche Erwartungen haben Sie an den IOM SUMMIT?

Der Digital Workplace ist eines der Themen, das uns antreibt und wir stehen da noch am Anfang des Weges. Wir freuen uns auf die anderen Konferenzteilnehmer und auf spannende, gerne auch kontroverse Gespräche.

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