#iomtalk88 mit Blick auf den IOM SUMMIT 2022

Folge #88

#iomtalk88 mit Blick auf den IOM SUMMIT 2022
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Hybride Arbeitsmodelle: Optimierung von Kommunikation und kultureller Transformation für effektive Zusammenarbeit in Unternehmen.

Im Interviewformat des Shift/HR Talks 2022 beleuchtet Björn Person die Herausforderungen und Entwicklungen hybrider Arbeitsmodelle in Unternehmen. Der Beitrag bietet praxisnahe Einblicke in die Gestaltung hybrider Zusammenarbeit und die Optimierung von Kommunikationsprozessen. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von technologischem Fortschritt und kultureller Transformation, die für eine erfolgreiche Implementierung hybrider Arbeitsmodelle notwendig ist. Der IOM Summit 2022 dient als zentrale Plattform für den Austausch zu diesen Themen und bietet ein umfangreiches Programm mit Impulsvorträgen, Fallstudien und interaktiven Breakout Sessions.


Zentrale Aussagen des Interviews umfassen die Notwendigkeit klarer Abstimmungsprozesse, um Konflikte zwischen remote und vor Ort arbeitenden Teams zu vermeiden, sowie die Bedeutung der Befähigung von Mitarbeitenden durch neue Lernformate. Die technologische Adoption hybrider Arbeitsmodelle wird als erster Schritt betrachtet, während die Anpassung der Verhaltensweisen der Mitarbeitenden als fortlaufender Prozess gesehen wird. Der Beitrag thematisiert auch die Herausforderungen, die durch unterschiedliche räumliche und zeitliche Verteilungen entstehen, und betont die Wichtigkeit, soziale Unterschiede auszugleichen, um die kulturelle Verbundenheit und Kreativität in hybriden Teams zu fördern.

Wir haben die technologische Adoption mit der Bereitstellung von Plattformlösungen erreicht, aber das Ziel ist noch nicht erreicht. Unternehmen sind auf einer Reise, die weiter diskutiert werden muss. – Björn Negelmann


Die Pandemie hat eine Zeitenwende eingeleitet, in der Kollaborationsplattformen ad hoc bereitgestellt wurden. Microsoft hat mit einem attraktiven Markteintrittsangebot viel in Bewegung gebracht. – Björn Negelmann


Hybrid Work Experience bedeutet, die Unterstützung der Zusammenarbeit im hybriden Arbeitskontext zu diskutieren. Es geht um technologische und prozessuale Unterstützung sowie um die Befähigung und das Umdenken in Unternehmen. – Björn Negelmann

  • Die technologische Adoption hybrider Arbeitsmodelle ist der erste Schritt, aber die Verhaltensweisen der Mitarbeitenden müssen weiterentwickelt werden.
  • Hybride Arbeitsmodelle erfordern klare Abstimmungsprozesse, um Konflikte zwischen remote und vor Ort arbeitenden Teams zu vermeiden.
  • Die Gestaltung von hybriden Arbeitsmodellen sollte Kreativität und kulturelle Verbundenheit fördern, auch bei ungleich verteilten Teams.
  • Neue Lernformate und Konzepte sind notwendig, um Mitarbeitende in hybriden Arbeitsumgebungen zu befähigen.
  • Breakout-Sessions und interaktive Formate fördern den Erfahrungsaustausch und die praktische Umsetzung von Hybrid-Work-Strategien.

Hybride Arbeitsmodelle stehen im Spannungsfeld zwischen technologischer Implementierung und kultureller Anpassung. Die strategische Relevanz für HR-Leiter und Change Manager liegt in der Fähigkeit, nicht nur die Infrastruktur für Remote Work bereitzustellen, sondern auch die Verhaltensweisen der Mitarbeitenden zu transformieren. Ein blinder Fleck in vielen Unternehmen ist die Annahme, dass technologische Lösungen automatisch zu einer effektiven Zusammenarbeit führen. Tatsächlich offenbart sich hier ein struktureller Widerspruch: Während die Technologie die physische Distanz überbrückt, bleibt die kulturelle Distanz oft unberührt. Die Herausforderung besteht darin, die kulturelle Verbundenheit in verteilten Teams zu fördern und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Dies erfordert ein Umdenken in der Führungskultur und eine Verschiebung der Verantwortlichkeiten hin zu einem kollaborativen Führungsstil, der sowohl die Kreativität als auch die Konfliktlösungskompetenz in hybriden Teams stärkt.


Der Beitrag liefert wertvolle Reflexionsimpulse für die Gestaltung hybrider Arbeitsmodelle. Er fordert die Zielgruppe auf, über die reine Technologieadoption hinauszugehen und die sozialen Dynamiken in hybriden Teams aktiv zu gestalten. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Lernformate und die Förderung von Mitarbeiterengagement durch interaktive Formate wie Breakout-Sessions. Diese Ansätze verschieben die Perspektive von einer rein operativen Umsetzung hin zu einem strategischen Ziel: der Etablierung einer resilienten und kreativen Unternehmenskultur. Der Beitrag inspiriert dazu, hybride Arbeitsmodelle nicht nur als Notwendigkeit, sondern als Chance für kulturellen Wandel zu begreifen, der langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen stärkt.

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