Drishti Vomstein, Senior Change & Implementation Consultant bei Endress+Hauser, bietet einen praxisnahen Einblick in die mehrjährige Einführung eines digitalen Arbeitsplatzes in einem globalen Fertigungsunternehmen. Der Beitrag hebt die Bedeutung eines ganzheitlichen Change-Management-Ansatzes hervor, der Sensibilisierung, selbstgesteuertes Lernen und kontinuierliche Unterstützung kombiniert. Besonders bemerkenswert ist die strategische Nutzung von Multiplikatoren-Netzwerken, um kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden und nachhaltige Verhaltensänderungen zu fördern. Die Transformation wird als dynamischer Prozess beschrieben, der nicht nur technologische, sondern auch menschliche Aspekte adressiert.
Im Mittelpunkt stehen die vier agilen Etappen des Rollouts, beginnend mit der Einführung von Tools wie Skype und OneDrive, gefolgt von einer Kollaborationsplattform und einem neuen Intranet. Die Herausforderungen der dezentralen IT-Struktur, wie Hardware- und Bandbreitenprobleme, werden ebenso thematisiert wie die Notwendigkeit, die Schulungsplattform auf zwei Sprachen zu reduzieren. Trotz der Hürden zeigt sich ein positiver Trend in der Mitarbeiterzufriedenheit. Die Einführung interaktiver Formate und die Etablierung einer Online-Support-Community sind zentrale Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeitenden. Vomstein betont die Wichtigkeit von kontinuierlicher Erfolgsmessung und Anpassung der Strategien, um die Akzeptanz und Nutzung des digitalen Arbeitsplatzes langfristig zu sichern.
