Das Praxisbeispiel beleuchtet die rasche Umstellung auf digitales Arbeiten in einer kirchlichen Verwaltung während der Pandemie. Innerhalb einer Woche mussten Prozesse digitalisiert und Mitarbeitende für das Homeoffice ausgestattet werden. Die besondere Herausforderung lag in der Einhaltung strenger kirchlicher Datenschutzvorgaben, die über die europäische Datenschutzgrundverordnung hinausgehen. Die Verwaltung entschied sich für eine pragmatische Lösung, um die Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten, was einen Paradigmenwechsel in der Arbeitskultur bedeutete.
Zentrale Erkenntnisse des Beitrags sind die unerwarteten positiven Effekte der Digitalisierung, wie die gesteigerte Lebensqualität durch reduzierte Pendelzeiten, sowie die emotionalen Herausforderungen, die durch den Verlust der sozialen Interaktion am Arbeitsplatz entstanden. Die Einführung von Homeoffice erforderte kurzfristige Entscheidungen und Anpassungen, wobei die Digitalisierung traditionell papierbasierter Prozesse im Vordergrund stand. Das bestehende Digitalisierungsprojekt „BeMoved“ wurde durch die Krise beschleunigt und ausgeweitet, was die Akzeptanz digitaler Lösungen in der Organisation förderte. Die Erfahrungen aus dieser Phase sollen genutzt werden, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und datenschutzkonforme Lösungen zu entwickeln.
