Praxisbeispiel: Binnen einer Woche ins digitale Arbeiten - Chancen und Herausforderungen beim Bistum Essen

Praxisbeispiel: Binnen einer Woche ins digitale Arbeiten - Chancen und Herausforderungen beim Bistum Essen

Digitale Transformation in kirchlicher Verwaltung: Datenschutz, Homeoffice und der Wandel zu mehr Eigenverantwortung in einer Woche.

Das Praxisbeispiel beleuchtet die rasche Umstellung auf digitales Arbeiten in einer kirchlichen Verwaltung während der Pandemie. Innerhalb einer Woche mussten Prozesse digitalisiert und Mitarbeitende für das Homeoffice ausgestattet werden. Die besondere Herausforderung lag in der Einhaltung strenger kirchlicher Datenschutzvorgaben, die über die europäische Datenschutzgrundverordnung hinausgehen. Die Verwaltung entschied sich für eine pragmatische Lösung, um die Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten, was einen Paradigmenwechsel in der Arbeitskultur bedeutete.


Zentrale Erkenntnisse des Beitrags sind die unerwarteten positiven Effekte der Digitalisierung, wie die gesteigerte Lebensqualität durch reduzierte Pendelzeiten, sowie die emotionalen Herausforderungen, die durch den Verlust der sozialen Interaktion am Arbeitsplatz entstanden. Die Einführung von Homeoffice erforderte kurzfristige Entscheidungen und Anpassungen, wobei die Digitalisierung traditionell papierbasierter Prozesse im Vordergrund stand. Das bestehende Digitalisierungsprojekt „BeMoved“ wurde durch die Krise beschleunigt und ausgeweitet, was die Akzeptanz digitaler Lösungen in der Organisation förderte. Die Erfahrungen aus dieser Phase sollen genutzt werden, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und datenschutzkonforme Lösungen zu entwickeln.

Wir mussten sehr kurzfristig auf Homeoffice umstellen, obwohl unsere kirchliche Verwaltung keine digitalen Workflows kannte. – Regina Laudage-Kleeberg


Die Einführung von Homeoffice hat unerwartet die Lebensqualität gesteigert und das Interesse an digitalen Lösungen geweckt. – Regina Laudage-Kleeberg


Datenschutz ist für uns essenziell, doch die aktuelle Technik zwingt uns, Kompromisse einzugehen. – Regina Laudage-Kleeberg

  • Die Umstellung auf Homeoffice in kirchlichen Verwaltungen erforderte kurzfristige Entscheidungen und die Bereitstellung von Hardware und Software für Mitarbeitende.
  • Datenschutz spielte eine zentrale Rolle, da kirchliche Datenschutzvorgaben oft strenger als die europäische Datenschutzverordnung sind.
  • Die Digitalisierung traditioneller Arbeitsprozesse führte zu einem unerwarteten Anstieg der Lebensqualität durch reduzierte Pendelzeiten und flexiblere Arbeitsmöglichkeiten.
  • Die soziale Komponente der Arbeit wurde unterschätzt, was zu emotionalen Herausforderungen bei Mitarbeitenden führte.
  • Ein bestehendes Digitalisierungsprojekt wurde durch die Krise beschleunigt und auf weitere Bereiche ausgeweitet.

Die Umstellung auf digitales Arbeiten in kirchlichen Verwaltungen, wie im Beitrag von Regina Laudage-Kleeberg thematisiert, offenbart zentrale strategische und kulturelle Herausforderungen. Im Fokus steht die plötzliche Notwendigkeit, traditionelle Arbeitsprozesse zu digitalisieren, um den Betrieb während der Pandemie aufrechtzuerhalten. Dies führt zu einem Spannungsfeld zwischen der Bewahrung traditioneller Arbeitsweisen und der Notwendigkeit, moderne Technologien zu integrieren. Ein blinder Fleck ist die Unterschätzung der sozialen Komponente der Arbeit, die durch die Isolation im Homeoffice verstärkt wird. Der Beitrag macht deutlich, dass die Transformation nicht nur technologische Anpassungen erfordert, sondern auch eine kulturelle Neuausrichtung, die soziale Interaktionen und emotionale Stabilität der Mitarbeitenden berücksichtigt. Die strengen kirchlichen Datenschutzvorgaben stellen zudem eine strukturelle Barriere dar, die innovative Lösungen erfordert, um den Spagat zwischen Datenschutz und Arbeitsfähigkeit zu meistern.


Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten. Erstens wird die Bedeutung von Eigenverantwortung und Vertrauen in der Führungskultur hervorgehoben, was durch die Abschaffung der Zeiterfassung unterstrichen wird. Zweitens zeigt sich die Notwendigkeit, soziale Aspekte stärker in den Fokus der digitalen Transformation zu rücken, um emotionale Herausforderungen der Mitarbeitenden zu adressieren. Der Beitrag fordert Verantwortliche auf, die durch die Pandemie gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und dabei datenschutzkonforme Lösungen zu entwickeln, die den spezifischen Anforderungen kirchlicher Verwaltungen gerecht werden. Die Offenheit der Mitarbeitenden für digitale Prozesse bietet eine Chance, die Transformation nachhaltig zu gestalten und die Rolle der Organisationsentwicklung zu stärken, um langfristige kulturelle Veränderungen zu unterstützen.

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